NEUHEITEN: Rebeccas Bewährungshelfer




1

»Es tut mir leid!«

Meine Stimme ist nur ein Flüstern. Ich weiß, dass ich Mist gebaut habe, und ich weiß auch, dass es eigentlich keine Entschuldigung dafür gibt. Nicht mehr. Rick sieht mich durch den Rückspiegel seines Wagens an, schüttelt den Kopf. Dann ignoriert er mich wieder und konzentriert sich auf die Straße. Ich habe keine Ahnung wo wir hinfahren und eigentlich ist es mir auch egal. Hauptsache weg von hier. Hauptsache weit weg von dem ganzen Schlamassel.

»Weißt du, Rebecca«, sagt er nach einer Weile, »eigentlich sollte ich dich einfach dem Gesetz überlassen. Dieses Mal kommst du nicht so einfach aus der Sache raus. Dieses Mal ist es mit ein paar Tränchen und einem reumütigen Augenaufschlag nicht getan. Vielleicht wäre es sogar besser für dich. Ich meine, in einer Besserungsanstalt hättest du Zeit, über dein Leben nachzudenken. Über alles, was schief gelaufen ist.«

Ich werfe ihm einen bösen Blick zu. »Besserungsanstalt? Du meinst wohl Knast!«

Er zuckt die Schultern. »Das hast du dir selbst zuzuschreiben! Du hast gewusst, was passiert, wenn du noch einmal erwischt wirst!«

»Aber ich hab doch gar nicht…« Ich verstumme, weil ich merke, dass es sowieso keinen Sinn hat. Wahrscheinlich macht es die Sache nur schlimmer, wenn ich ihm sage, dass ich nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehe, sondern aus freiem Willen gehandelt habe. Einfach weil ich Lust dazu hatte …

Durch das Fenster sehe ich, wie die Lichter allmählich weniger werden, als wir die Stadt verlassen und wie die Straßen ruhiger werden. Es ist weit nach Mitternacht und es gibt nicht viele Leute, die jetzt noch unterwegs sind.

»Weißt du, was mich am allermeisten ankotzt? Egal, was auch passiert, du windest dich immer irgendwie raus. Ich meine, hast du, jemals Verantwortung für irgendetwas übernommen?«

Ich muss an Benno, das Kaninchen denken, das ich als Kind bekommen habe, aber zugleich fällt mir ein, dass es eigentlich Magda, unsere Haushälterin war, die sich um das Tier gekümmert hat.

»Gib dir keine Mühe Rebecca«, sagt Rick mit leerem Blick. »Es ist nicht deine Schuld. Egal was du getan hast, dein Vater war da, um dich zu beschützen. Du schleuderst im Wutanfall dein sauteures Handy gegen die Steinwand? Papa kauft dir ein neues. Du klaust ein Auto und fährst damit ausgerechnet in das Schaufenster gegenüber der Polizeistation? Dein Vater bezahlt die Kaution und besorgt dir den besten Anwalt der Stadt. Und jetzt, während deine Bewährungszeit läuft, brichst du auch noch nachts in einen Vergnügungspark ein, um eine Party zu feiern! Vermutlich hätte dein Vater wieder bloß das Portemonnaie gezückt. Pech für dich, dass er gerade auf Geschäftsreise ist, und du deshalb mich anrufen musstest.«

»Allerdings.« Ich verziehe den Mund, aber Rick ignoriert mich. Er ist so wütend, dass sich eine Zornesfalte auf seiner Stirn bildet und sein ansonsten so makellos attraktives Gesicht entstellt.

»Weißt du was dein Vater nicht kaufen kann? Verantwortungsgefühl. Moral. Disziplin. Dinge, die du mit achtzehn Jahren längst besitzen solltest!« Er betont die Worte so hart, dass sie mir durch Mark und Bein gehen. Ein Lächeln huscht über seine Lippen, als er mich zusammenzucken sieht. »Vielleicht hätte dich dein Vater mal übers Knie legen sollen, anstatt immer nur die Kreditkarte zu zücken!«

Ricks schwarzer Wagen rollt zur Ausfahrt und biegt auf die Fernstraße. Dann setzt er erneut den Blinker und verlässt auch diese, um einen kleinen Weg nahe des Waldrandes einzuschlagen. Langsam rollt der Wagen aus und bleibt schließlich unter einer riesigen Eiche stehen.

»Gib mir einen Grund«, sagt er, als er den Motor abdreht und das Licht anmacht, »einen verdammten Grund, warum ich meine Pflichten als Bewährungshelfer vernachlässigen sollte, um dir erneut aus der Patsche zu helfen.«

Ich sehe ihn an, während ich überlege. Mir fällt nichts ein, was ich sagen könnte. Ich will mich konzentrieren, nachdenken. Irgendetwas von mir geben, das ihn dazu bringt, sich für mich einzusetzen. Mich nicht zu verraten. Doch es geht nicht. Das Einzige, woran ich denken kann, sind seine stahlblauen Augen, in denen ich versinke wie in einem eisigen Gebirgssee. Sein trauriger Blick, der so viel Enttäuschung spiegelt, dass sich ein fieser Schmerz in meinem Magen bildet.

»Also?« Er hebt herausfordernd die Augenbrauen.

»Tu es«, sage ich leise.

Sein Blick ist überrascht, mit der Antwort hätte er wohl nicht gerechnet. »Ich soll zur Polizei gehen und sagen, dass du gegen deine Bewährungsauflagen verstoßen hast?«, fragt er ungläubig.

»Nein.« Unruhig rutsche ich auf dem Sitz hin und her. »Ich will, dass DU mich bestrafst. Mir den Hintern versohlst. Mir die Disziplin beibringst, von der du denkst, dass ich sie nötig hätte.«

Seine Augen werden noch größer. Ungläubig starrt er zurück. »Ist das dein Ernst?«

Ich nicke.

»Das kann ich nicht machen, Rebecca! Wenn das ein dummer Witz sein soll, dann…«

Ich schüttle den Kopf. »Das ist kein Witz.«

Er mustert mich, studiert meine Gesichtszüge, als ob er darin lesen könnte, ob ich die Wahrheit sage. »Ich weiß, dass du kannst.« Ich halte seinen Blick fest. »Aber noch wichtiger: Ich weiß, dass du gerne würdest!«

Ein paar Sekunden herrscht Stille. Wir schweigen uns an und es ist so leise, dass ich draußen den Wind durch die Blätter rascheln höre. Dann greift er nach meiner Tür und stößt sie mit einem Ruck auf.

»Steig aus!«, verlangt er.

Unsicher sehe ich ihn an. Sein Blick ist streng und duldet keine Widerrede, also tue ich was er sagt und klettere vom Sitz. Was hat er vor? Will er mich hier lassen? Mitten in der Nacht, alleine in diesem gottverlassenen Wald irgendwo in der Pampa? Erleichtert registriere ich aus dem Augenwinkel, dass er ebenfalls aus dem Auto steigt. Regungslos bleibe ich stehen, beobachte, wie er langsam auf mich zukommt und höre, wie die Zweige unter seinen festen Sohlen knirschen. Er ist groß, als er sich vor mir aufbaut, mindestens einen halben Kopf größer als ich, trotz meiner hohen Schuhe. Und er wirkt bedrohlich mit seinen kurz geschorenen Haaren und den Bartstoppeln im Gesicht.

»Zieh das Kleid aus«, verlangt er.

»Was?« Ich bin mir sicher, mich verhört zu haben.

»Es heisst nicht WAS sondern JA Daddy!«, sagt er ruhig, »wenn du das hier wirklich spielen willst, bin ich dabei. Aber dann gelten meine Regeln … und nur meine Regeln!« Seine Worte sind eindringlich, sein Blick ist streng. »Also los, zieh das Kleid aus!«

„Ja … Daddy!“ Meine Finger zittern, als ich zur Knopfleiste an meinem Rücken greife und vorsichtig einen Knopf nach dem anderen durchs Loch schiebe, bis nur noch meine Hand den Stoff zusammenhält.

»Und jetzt? Willst du… mit mir schlafen?« Meine Stimme ist nur ein leiser Hauch.

»Mit dir schlafen?«, fragt er spöttisch zurück. Dann beginnt er zu lachen. »Nein, Rebecca, ich werde nicht mit dir schlafen. Wenn überhaupt, dann werde ich dich ficken! Dich so fest und hart rannehmen, dass du ein paar Tage nicht mehr Sitzen kannst. Damit du ein für allemal vergisst, was für eine verwöhnte, kleine Prinzessin du bist!«

Seine Augen finden zu meinen zurück, doch ich kann keine Belustigung darin lesen. Keinen Hinweis, dass das Ganze ein dämlicher Witz ist. »Aber das, meine Liebe«, sagt er und klingt amüsiert, »musst du dir erst verdienen!«

Rick verzieht keine Miene, als das Kleid an meinem Körper nach unten gleitet und mich schließlich nackt bis auf die zarte Spitzenunterwäsche vor ihm zurücklässt.

»Den Rest auch!« Er deutete auf mein Höschen und das zugehörige Spitzenbustier.

Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob er das ernst meint, oder mich verarschen will. Vielleicht lacht er mich gleich aus. Keine Ahnung. Trotzdem lässt mich irgendeine unsichtbare Macht nach dem zarten Spitzenstoff greifen und den Verschluss meines Oberteils öffnen. Dann mein Höschen über die Hüften streifen. Ich will meine teure Wäsche ins Auto legen, doch er nimmt sie mir aus der Hand und wirft sie achtlos zur Seite. Genau in den Dreck. Dann schiebt er mich eine Armlänge von sich, um mich in Ruhe betrachten zu können. Ich kann spüren, wie seine Augen über mein Schlüsselbein wandern. Dann über die nackten Brüste. Sein Blick brennt auf meiner Haut. Versengt mich und bringt das Blut in meinen Adern zum Kochen. Es dauert nicht lange, bis sich meine Nippel aufrichten. Fest werden vor lauter Scham und Furcht, weil er sie mit seinen Augen fixiert hat.

Ein zufriedenes Lächeln huscht über sein Gesicht, ehe er seinen Blick weiter an mir nach unten wandern lässt. Er betrachtet meinen Bauch, dann die kleine, tätowierte Blume auf meiner Leiste. Sein Blick streichelt meine Hüften und wandert im nächsten Moment so quälend langsam an meine Beinen entlang, dass sich ein fieses Kribbeln in meinen Gliedern ausbreitet. Ein Pochen in meiner Mitte folgt, als seine Augen meine rasierte Scham finden und sich an meinem Allerheiligsten festmachen. Ich kann spüren, wie sich etwas Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen sammelt. Verdammt, warum hat er bloß diese Wirkung auf meinen Körper?

Er reißt sich von mir los und deutet zum Wald. »Los geh und hol mir einen Stock.«

»Einen Stock?«

»Muss ich dir alles zweimal sagen?«

»Nein, ich…«

»Wie heißt das?«

»Nein, Daddy.«

»Schon besser.«

Ohne ein weiteres Widerwort stapfe ich an ihm vorbei. Meine Haltung ist gerade, mein Stolz ungebrochen. Es macht mir nichts aus, nackt zu sein. Lediglich die Tatsache, dass meine hohen Absätze in den schlammigen Boden einsinken, lässt mich etwas unbeholfen aussehen. Aber auch das ist mir egal. Er will seinen Spaß haben? Mich herumkommandieren? Soll er doch. Wenn das der Preis für sein Schweigen ist, dann bin ich bereit, ihn zu bezahlen.

»Hier.« Gleichgültig halte ich ihm einen vertrockneten Haselnusszweig entgegen, den ich ohne große Mühe abgerissen habe. Doch er scheint keineswegs zufrieden mit meiner Wahl.

»Was soll ich mit dem krummen Ding?«, fragt er spöttisch und noch ehe ich etwas entgegnen kann, zieht er den morschen Zweig durch und knallt ihn so fest gegen meinen Hintern, dass er mit einem Knirschen in der Mitte entzwei bricht. Erschrocken zucke ich zusammen, starre entsetzt auf den roten Striemen, den das Holz in mein empfindliches Fleisch gerissen hat. »Au, verdammt!«

»Besorg mir einen richtigen Stock!«, fährt er mich an.

Wütend starre ich zurück, überlege kurz, ob ich ihn einfach stehen lassen soll. Mein Handy nehmen und jemand anderen anrufen. Ich verwerfe die Idee wieder, weil mir niemand einfällt, der mir helfen könnte. Nicht um diese Uhrzeit und nicht nach dem Mist, den ich gebaut habe.

»Wird’s bald?« Ungeduldig zeigt sein Kopf rüber zum Wald und mir wird mit einem Mal heiß.

»Ja, Daddy.«

Ich gehe erneut los, um seinen Wunsch zu erfüllen. Dieses Mal bin ich allerdings so schlau, die hochhackigen Schuhe vorher abzulegen, selbst wenn das bedeutet, meine Füße schmutzig zu machen. Rick bewegt sich keinen Zentimeter, bis ich zurückkomme und ihm den flaschenhalsdicken Zweig überreiche, den ich irgendwo aus dem Gebüsch gezogen habe.

»Schon besser«, sagt er und schlägt den Stock probehalber gegen seine Handfläche, bis es laut knallt. »Und jetzt leg dich über die Kühlerhaube!«

»Au!« Ich bin auf halber Strecke zurück zum Wagen, als mich etwas Hartes am Hintern trifft. Mein Schuh.

»Zieh die High Heels wieder an!« sagt er und ich kann gerade noch rechtzeitig die Arme hochnehmen, um den zweiten Schuh abzufangen.

Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, die ich über die Kühlerhaube gebeugt auf ihn warte, die unbedeckten Brüste aufs kalte, harte Blech gepresst, den nackten Hintern in der Luft. Ich weiß nicht, ob er schon näher gekommen ist, Schritte habe ich noch keine gehört. Ich vermute, dass er noch am selben Platz steht, wie zuvor. Regungslos. Dass er nichts weiter tut, als mich zu beobachten und zu genießen, wie ich langsam nervös werde. Wie ich ängstlich darauf warte, dass er mich schlägt – oder was auch immer er mit dem Stock vorhat.

»Bitte mich darum!« Seine Stimme ist viel näher, als ich vermutet habe. »Sag, dass du eine nichtsnutzige, kleine Hure bist, und dass du es verdient hast, mit dem Stock gezüchtigt zu werden!«

»Was?« Entsetzt fahre ich herum und sehe ihn an.

Er verzieht keine Miene. Seine Hand hebt den Stock drohend in meine Richtung, sein Kopf ist etwas geneigt und er scheint zu warten. Zu warten, dass ich klein beigebe.

»Ich werde das nicht sagen«, protestiere ich.

»Es läuft so oder es läuft gar nicht.« Er verschränkt die Hände samt Stock vor seiner Brust. »Wir können die Sache auch gerne abblasen und ich mache endlich das, was ich von Anfang an hätte tun sollen: dein Vergehen melden.«

Ich atme tief durch. Gerade jetzt, in diesem Moment, hasse ich Rick mehr als alles andere auf der Welt. Ich hasse ihn dafür, dass er mich so dermaßen in der Hand hat. Dafür, dass er meine Lage so schamlos ausnützt. Und am allermeisten hasse ich ihn dafür, dass bei seinem Anblick noch immer meine Beine weich werden und mein Herz wie verrückt zu rasen beginnt.

»Also gut.«, seufze ich und sehe ihn zugleich so böse an, dass er eigentlich tot umfallen müsse. »Schlag mich. Ich bin eine kleine Hure und ich hab’s verdient.«

»Das kannst du noch besser.«

»Bitte schlag mich, Daddy! Ich bin eine kleine Hure und ich hab’s nicht anders verdient.«

Er deutet mir mit dem Kopf, mich wieder auf die Kühlerhaube zu legen und ich tue was er verlangt. Ich überlege, wann ich mich das letzte Mal so dermaßen nackt gefühlt habe. So hilflos. Es will mir nicht einfallen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich überhaupt schon einmal so gefühlt habe.

»Du bedankst dich nach jedem einzelnen Schlag, bei deinem neuen Daddy, verstanden?«

Ich nicke, obwohl ich nicht sicher bin, ob er das sehen kann.

»Es sind zwanzig Schläge. Die, für die du dich nicht bedankst, zählen nicht.«

Es tut nicht weh, als der Stock das erste Mal auf meinen Po trifft, doch das Gefühl, von jemandem geschlagen zu werden brennt sich in meine Seele wie ein giftiger Pfeil. Es hat noch nie jemand gewagt, die Hand gegen mich zu erheben, mich zu demütigen. Aber Rick tut es. Und es ist ihm völlig egal, dass er sich dafür unglaublichen Ärger einfangen könnte.

»Danke, Daddy«, sage ich schnell, bevor mich der Stock ein zweites Mal trifft. Dann ein drittes Mal.

Rick haut nicht besonders fest zu, aber er platziert die Hiebe an den Stellen, die besonders weh tun. Auf meinen Oberschenkeln. Auf dem Po.

»Lass los, Rebecca«, verlangt er. »Gib die Anspannung auf und deinen Widerstand. Lass den Schmerz zu und gib dich der Strafe hin, die du verdient hast. Gib dich mir hin.«

Der Stock trifft mich auf der linken Backe und ich spanne ganz von selbst meine Muskeln an. Es ist ein einfacher Reflex. »Danke, Daddy.«

»Du musst es zulassen«, spricht er weiter, »und du musst mir vertrauen. Du musst dich mir voll und ganz unterwerfen, wenn das hier funktionieren soll.«

Ich weiß nicht, ob ich das kann. Selbst wenn ich möchte, hindert mich irgendetwas in meinem Inneren daran, locker zu lassen.

»Hör auf zu zweifeln.« Seine Worte sind laut und bestimmt, aber dennoch klingen sie so sanft, dass ich mich in seiner Stimme verliere. »Ich werde dir nicht schaden, Rebecca. Ich werde einen besseren Menschen aus dir machen.«

Der Stock schnellt gegen meinen Rücken, »Danke, Daddy.« Dann auf meine Seite. »Danke, Daddy.« Die Hiebe sind nicht fest, nicht schmerzhaft. Inzwischen fühlt es sich fast so an, als würde er mich mit dem Zweig streicheln. Ich beginne langsam, mich ein wenig zu entspannen. Darauf zu vertrauen, dass auch der nächste Schlag locker sein wird und der übernächste. Rick dosiert die Stärke ganz genau und er verteilt die Hiebe gleichmäßig auf meinem Hintern. Ich frage mich, ob schon Abdrücke zu sehen sind. Striemen. Und falls ja, gefällt ihm, was er auf meine Haut gezeichnet hat?

»Mach die Beine weiter auseinander«, weist er mich an und ich gehorche sofort.

Ich weiß nicht, was ich erwarte. Vielleicht, dass er den Stock in einem anderen Winkel auf meinen Schenkel haut. Vielleicht auch gar nichts. Zwischen den Beinen trifft mich der Zweig jedenfalls völlig unvorbereitet.

»Aah!«, kreische ich erschrocken auf und vergesse mich zu bedanken, was mir gleich noch einen zweiten, festeren Hieb an derselben intimen Stelle einbringt. Ein Brennen breitet sich dort unten aus, das zarte Fleisch glüht, als wäre es von heißem Stahl berührt worden. Ich kann fühlen, wie meine Schamlippen anschwellen und wie das Blut in meine Mitte wandert. Doch der Schmerz hält nicht lange, das süße Brennen wird immer weniger, während sich ein anderes Gefühl in meinem Unterleib ausdehnt: ein hungriges Ziehen.

»Es gefällt dir, oder?« Ricks Stimme ist so nahe an meinem Ohr, dass ich seinen Atem auf meiner Haut spüre. Er hat sich über mich gelehnt, drängt mich mit seinem Körper noch fester zum Wagen. Ich kann nichts entgegnen, denn ich weiß selbst nicht, was ich empfinde. Egal, Rick zieht es ohnehin vor, sich seine Frage selbst zu beantworten. Ein Seufzen entfährt mir, als ich seine Hand zwischen meinen Beinen fühle. Das Kribbeln in meiner Mitte wird unerträglich, als er sachte über mein Intimstes reibt.

»Sieh an, sieh an«, flüstert er, »Daddys Prinzessin wird geil davon, wenn man sie schlägt.«

Ich sage nichts, ich will ihm nicht Recht geben. Aber ich kann spüren, wie ich immer feuchter werde, während seine Finger mich streicheln. Jede Stelle, die er berührt, fängt erneut an zu brennen und zu kribbeln. Es ist, als würde seine Berührung elektrischen Strom durch meinen Körper jagen. Dabei berührt er mich noch nicht einmal fest. Wie zufällig, streift er meine Perle. Fährt so vorsichtig und zärtlich über meine Schamlippen, als würde er eine empfindliche Blüte berühren. Stück für Stück tastet er sich weiter vor, schiebt seinen Zeigefinger so sachte durch meine Spalte dass ich nicht anders kann als laut aufzustöhnen. Es tut gut, von ihm berührt zu werden und ich will mehr. Viel mehr. Doch er hat nicht vor, es mir zu geben.

»Soll ich weitermachen, Prinzessin?«, fragt er, als er seine Hand zurückzieht. »Bist du bereit für die nächsten zehn Hiebe?«

Ich nicke, weil ich weiß, dass ich ohnehin keine Wahl habe und weil ich – so idiotisch es sein mag – darauf hoffe, dass er mich danach noch einmal mit seiner Hand berührt. Mich streichelt.

»Braves Mädchen«, sagt er und haucht mir einen Kuss aufs Haar. Dann spüre ich, wie der Stock auf mich niederfährt. Einmal, zweimal, dreimal. Er geizt nicht mit seiner Kraft, im Vergleich zu diesen Hieben kommen mir die ersten zehn wie eine zärtliche Aufwärmübung vor.

»Au!«, jammere ich und bedanke mich dazwischen immer wieder, selbst wenn Rick mit jedem Mal fester auszuholen scheint. Ich will nicht, dass auch nur ein einziger Schlag wiederholt werden muss! Meine Haut glüht und meine Pobacken brennen jetzt wie Feuer. Ich bin mir sicher, dass ich inzwischen überall rote Linien habe, aber dennoch gibt Rick nicht auf. Er hat mir zwanzig Stockschläge versprochen und er hält sich daran.

»Danke, Daddy«, keuche ich, als der letzte Schlag meine Oberschenkel trifft und mich kraftlos auf dem kalten Blech zusammensinken lässt.

Ich höre Schritte, als er um den Wagen herumgeht, höre, dass er die Autotür öffnet und nach etwas kramt.

»Schön liegenbleiben«, bestimmt er, als er wiederkommt. Dann lehnt er sich erneut über mich drüber.

»Was ist das?«, frage ich erschrocken, als ich etwas Kühles auf meinem Hintern spüre.

Er gibt mir keine Antwort, stattdessen verreibt er etwas, das sich anfühlt wie Gel, auf meiner Haut. Ich schließe die Augen, seine Fürsorge ist angenehm. Angenehmer als die Hiebe auf jeden Fall. Ich fühle seine Finger, die mit zärtlichen Kreisen über meinen geschundenen Po tanzen und sich vorsichtig meine Oberschenkel auf und ab bewegen, nur um gleich darauf die Innenseite meiner Beine höher zu wandern. Alles in mir ist angespannt. Alles kribbelt und ich warte darauf, dass er mich wieder zwischen den Beinen berührt, so wie vorhin. Dass er endlich weitermacht. Doch ich habe die Rechnung ohne Rick gemacht. Seine Hand nähert sich meiner kitzelnden Weiblichkeit gerade so weit, wie es nötig ist, um das Gel zu verteilen, dann zieht er sie ohne Vorwarnung zurück.

»Tu es«, verlange ich. »Fick mich endlich, oder traust du dich nicht?«

Ohne Vorwarnung packt er meinen Arm und wirbelt mich herum, so dass ich mit dem Rücken am Wagen zu liegen komme, dann ist er über mir.

»Ach Rebecca, das wäre doch viel zu einfach!«

Mit einer Hand hält er meine Arme über meinem Kopf fest, mit der anderen streichelt er sachte über meine nackten Brüste, bevor er ohne Vorwarnung fest zugreift. Überrascht stöhne ich auf und er grinst. Dann lässt er von meinem Busen ab und schiebt mir forsch die Hand zwischen die Beine.

»Denkst du wirklich, dass du so unwiderstehlich bist?«

Seine Hand reibt über meine Weiblichkeit und ich spüre augenblicklich die Erregung zurückkehren.

»Denkst du, deine Muschi ist so toll, so einzigartig, dass dir alle Männer zu Füßen liegen?«

Mit einem Ruck schiebt er zwei Finger in mich und ich jaule auf. Er dehnt mich, reibt mich. Reizt mich bis aufs Blut. Mein Atem wird immer schneller, während er mit mir spielt. Während er wieder und wieder seine Finger zurückzieht, nur um sie dann noch etwas forscher, noch etwas tiefer in mich zu stoßen. Ich spüre seine flache Hand gegen meine Perle klatschen, als er in mich eindringt und zerfließe unter dem zuckersüßen Brennen, das sich von dort aus in meinen gesamten Unterleib ausbreitet. Das mich unter ihm zittern lässt, wie ein neugeborenes Kätzchen und das mich ihm flehentlich meinen Schoß entgegen pressen lässt.

»Wenn du mich spüren willst, dann wirst du drum betteln«, sagt er hartherzig und bringt mich dabei mit gezielten Stößen um den Verstand. Mein Körper bebt vor Erregung, mein Blut rauscht so laut durch meine Adern, dass ich es hören kann.

»Bitte«, stammle ich leise, »bitte nimm mich!«

Mit einem Lächeln zieht er seine Hand zurück. »Das kannst du besser, oder?«

»Nein, bitte! Hör nicht auf«, will ich sagen, doch er ist schon einen Schritt von mir zurückgewichen.

»Los, knie dich hin und flehe mich an!«

Ich starre in sein Gesicht und versuche zu erkennen, ob er das ernst meint oder ob das nur ein weiterer, dreckiger Witz ist, um mich zu verunsichern. Doch Rick sieht nicht so aus, als würde er scherzen. Mit strengem Blick sieht er nach unten auf den matschigen Boden und verzieht keine Miene, bis ich vor ihm niedersinke und mit meinen Knien im Dreck versinke.

»Bitte Daddy«, sage ich leise, »bitte fick mich. Ich gehöre dir.«

Es kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit, die er nichts entgegnet, sondern mich bloß anstarrt. Sein Gesicht sieht fremd aus im Mondlicht, aber nichts desto trotz unglaublich attraktiv. Ich sehe von seinem markanten Kinn auf die vollen Lippen, hinter denen sich ebenmäßige, weiße Zähne verstecken. Dann auf sein dichtes, dunkles Haar. Jetzt in der Nacht sieht es fast genauso schwarz aus, wie das Hemd, das er trägt, aber ich weiß, dass es in der Sonne einen goldbraunen Schimmer hat, genau wie meines.

»Steh auf, Rebecca.«

Er reicht mir seine Hand und hilft mir hoch. Ohne ein weiteres Wort führt er mich zurück zur Autotür und reicht mir ein Handtuch von seinem Rücksitz.

»Ich denke, du hast heute eine wichtige Lektion gelernt«, sagt er mit sanftem Tonfall. »Sie heißt Vertrauen.«

Erst als er mir meine Klamotten und die Gelcreme in die Hand drückt, die er offenbar aus meiner Handtasche genommen hat, wird mir klar, dass heute nichts mehr passieren wird. Und dass ich damit leben muss, dass meine Pussy droht, vor Verlangen zu zerspringen.

»Wie geht es jetzt weiter?«, frage ich, als er vor dem Tor unseres Grundstücks hält, um mich aussteigen zu lassen.

»Ich werd’s dich wissen lassen«, sagt er und beugt sich über mich, um mir die Tür zu öffnen. Sein Gesicht ist so nahe, dass sich unsere Lippen fast berühren. »Bis dahin benimmst du dich, verstanden?«