EROTIKTHRILLER / DADDY KINK: Das russische Internat





»Er sagte, ich sei etwas Besonderes. Eine Auserwählte. Eine Waffe, die es vermag, die mächtigsten Männer zu Fall zu bringen. Jetzt winde ich mich in seinen Armen und möchte schreien. Doch ich wage es nicht, denn zwanzig Augenpaare sind auf meinen nackten Körper gerichtet und beobachten jede Reaktion.«


»Wer in seiner Sache Erfolg haben will, der muss die Kunst der Verführung beherrschen. Und diese Kunst besteht nicht nur darin, jemanden durch optische Reize für sich zu gewinnen, sondern sie beginnt schon lange davor. Wer ein guter Verführer sein will, muss erst ein guter Zuhörer sein. Ein Beobachter. Ein Seelenverwandter. Er muss aus den Worten, Gesten und Blicken seines Gegenübers lesen und versteckte Bedürfnisse erkennen. Geheime Sehnsüchte identifizieren. Perverse Fantasien aufspüren und Realität werden lassen.«

Michail Sorokin wirft einen bedeutungsvollen Blick in die Klasse und schiebt die Brille auf seiner Nase zurecht. Seit unserer ersten Begegnung im Schwimmbad weiß ich, dass er sie eigentlich nicht braucht. Trotzdem trägt er sie jeden Tag und ich muss zugeben, dass sie seinem Gesicht etwas Intellektuelles verleiht. Abgesehen davon ist sie ein hübscher Kontrast zu den kräftigen, tätowierten Oberarmen, die sich unter dem hochgekrempelten blauen Hemd verbergen, und zu dem dunklen Bart, der ihn mehr wie einen Türsteher, denn wie einen Staatsbediensteten aussehen lässt.

»Ivanka, bist du bei der Sache oder träumst du gerade von Bienchen und Blümchen?«

Etwas ertappt reiße ich mich von seinen Oberarmen los und sehe widerwillig hoch, um den Blick seiner stahlgrauen Augen zu treffen. Seine Stimme klingt freundlich, fast so, als ob er einen kleinen Spaß machen würde. Doch in seinen Augen sehe ich sofort, dass er ganz und gar nicht zum Scherzen aufgelegt ist. Ganz im Gegenteil. Er wirkt wie ein Raubtier, das bloß darauf wartet, dass sich eines der Schäfchen mit einer falschen Bewegung verrät.

»Ich bin bei der Sache«, sage ich, und bemühe mich, seinem herausfordernden Blick standzuhalten. »Ich hab verstanden, worauf es bei der Verführung ankommt.«

»Gut«, sagt er und schenkt mir ein wohlwollendes Lächeln, das mich kurzfristig vergessen lässt, dass wir hier nicht in einer gewöhnlichen Schule sitzen und dass Sorokin auch kein gewöhnlicher Lehrer ist. Oder zumindest nicht das, was ich bisher immer für einen Lehrer gehalten habe.

»Dann steh mal auf, und zeig uns, was du gelernt hast.«

»Wie bitte?«

»Aufstehen. Du hast schon verstanden. Steh auf, und such dir einen deiner Klassenkameraden aus. Die müsstest du ja mittlerweile ganz gut kennen. Sag mir, was seine sexuellen Fantasien sind. Seine dreckigen, kleinen Gelüste. Und dann befriedige sie.«

Ich muss hart schlucken, als ich den bitteren Ernst höre, der in Sorokins Stimme mitschwingt. Ich habe hier schon genug erlebt, um zu wissen, wie solche Spiele ausgehen können. Ich habe Suzie gesehen, die Tränen in den Augen hatte, als sie sich vor der ganzen Klasse ausziehen und ihren Körper mit Leuchtmarker verunstalten lassen musste. Und ich habe die Schreie von Natasha gehört, als sie wegen einer kleinen Lappalie ins Lehrerzimmer gerufen wurde, um vor versammelter Belegschaft Buße zu tun. Ich selbst hatte in den zehn Wochen seit Unterrichtsbeginn das Glück, von solchen Aktionen verschont zu bleiben. Abgesehen von dem einen Mal ganz am Anfang, als mir Lehrerin Titowa vor ganzen Klasse die Strümpfe zerriss, weil mein Outfit nicht den Kleidervorschriften der Schule entsprach. Aber zu Michail Sorokin hatte ich bis jetzt ein gutes Verhältnis. Dachte ich zumindest.

»Was ist jetzt? Muss ich nachhelfen?«

Widerwillig erhebe ich mich von meiner Bank in der vordersten Reihe und mache einen Schritt zur Seite. Elf Mitschülerinnen und acht Mitschüler starren mich an. Suzie und Denis sehen mitfühlend aus. Alle anderen wirken bloß neugierig, schadenfroh und erleichtert, weil ich jetzt hier draußen stehe und nicht einer von ihnen. Aus manchen Gesichtern kann ich Spannung lesen, und ich weiß auch warum. Das sind jene Mitschüler, die tatsächlich etwas zu verbergen haben. Ein geheimes Fetisch, das sie nicht mit der ganzen Klasse teilen möchten. Sofern sie von Titowa und Sorokin nicht ohnehin längst dazu gezwungen wurden.

»Das ist doch Schwachsinn.« Die Worte sprudeln aus mir heraus, noch bevor ich ernsthaft darüber nachdenken kann, was ich sage, und aus dem Augenwinkel sehe ich, wie Sorokin herumfährt.

»Du findest, meine Aufgaben sind Schwachsinn?« Jetzt ist der freundliche, lehrerhafte Unterton endgültig aus seiner Stimme verschwunden und sie schneidet durch den Raum wie ein frisch geschliffenes Messer. »Denkst du etwa, du bist in der Position, das beurteilen zu können?«

Die kurze Stille, die folgt, ist fast noch eisiger als sein Tonfall. »Sieh mich gefälligst an, wenn ich mit dir spreche!«

Zögerlich drehe ich der Klasse den Rücken zu, um seiner Aufforderung nachzukommen. Niemand sagt etwas, nicht ein einziger Mitschüler wagt es, die Stille zu brechen. Aber ich kann die Blicke der anderen spüren, die mit großem Interesse das Geschehen verfolgen.

»Also ich…« Ich räuspere mich, um Zeit zu gewinnen, und streiche dabei instinktiv den viel zu kurzen marineblauen Faltenrock glatt, den auch alle meine Mitschülerinnen in derselben Ausführung tragen. »Ich denke einfach nicht, dass diese Übung irgendetwas bringt. Ich meine, was würde ich daraus denn lernen?«

Mein Herz klopft, als ich zu ihm hochsehe, denn ich ahne schon, was jetzt kommt. Michail Sorokin sieht meinen Einwand als Herausforderung an. Meine Verweigerung als Anreiz, mich erst recht vor der ganzen Klasse fertig zu machen.

»So so …« murmelt er und streicht mir eine lange rotbraune Haarsträhne aus dem Gesicht. »Du denkst also, du würdest hier nicht genug lernen.«

»Nein, das habe ich nicht gesagt. Ich …«

Er hebt die Hand, um mich zum Schweigen zu bringen, und bleibt dann so dicht vor mir stehen, dass mir sein herber, würziger Duft in die Nase weht. Ein Geruch, der mir längst genauso vertraut ist, wie die Kleiderordnung, die alles verbietet, was man nicht mit einer schnellen Bewegung aufmachen könnte.

»Nun, ich will dir etwas sagen, süße Ivanka.« Sorokin beugt sich über mich, und haucht seine Worte mit Bedacht in mein Ohr. Leise genug, dass sie ein beunruhigendes Kribbeln auslösen. Laut genug, dass sie die Mädchen in der ersten Reihe nicht überhören können. »Heute wirst du eine ganz wichtige Lektion lernen, das verspreche ich dir.«

Er lächelt mich an, doch sein Blick bleibt hart und unbezwingbar, als er nach meinem Arm greift. »Du bist hier an keiner gottverdammten Privatschule! Du bist hier, weil du keine andere Wahl hast! Weil sie dich draußen in irgendeinem dreckigen Straflager verrecken lassen, wenn du diese letzte Chance nicht ergreifst!«

Er dreht meinen Arm so schnell und fest auf meinen Rücken, dass ich vor Schmerz laut aufschreie und schubst mich nach vorne, sodass ich Richtung Lehrertisch stolpere.

»Dir gefällt das hier nicht? Dir gefällt mein Unterricht nicht? Dann verschwinde von hier! Hau ab! Wirf alles weg und gib auf!«

Ich muss mir auf die Lippen beißen, um nicht neuerlich loszuschreien, so grob ist sein Griff um meinen Arm. Und er denkt gar nicht daran, endlich locker zu lassen, während er weiter mit seinen Floskeln auf mich eindrischt, als wollte er mich damit gefügig machen.

»Letzte Chance, Miststück. Nimm die Beine in die Hand und lauf los! Renne so schnell du kannst, und komm nie mehr zurück! Dann verkriech dich irgendwo und bete, dass dich dort niemand findet. Ist es das, was du willst?«

»Nein.«

»Was? Ich hab nichts gehört!«

»Nein!«

Ich seufze erleichtert auf, als der Druck auf meinen Arm endlich aufhört, doch in derselben Bewegung packt mich die grobe Hand meines Lehrers schon im Nacken und drückt mich runter auf die Tischplatte.

»Dann würde ich sagen, du hältst jetzt deine Klappe und machst das, was man dir sagt! Los, schlag den Rock hoch!«

Seine Stimme ist nun zwar nicht mehr ganz so scharf wie vorhin, aber dafür kann ich jetzt deutlich das Beben wahrnehmen, das jedem Wort mitschwingt. Wut. Macht. Erregung. Das hier ist genau, was ihn anmacht.

»Tu was ich sage.«

Reflexartig fassen meine Finger nach dem Saum des Faltenrockes. »Nein, bitte … Tu mir das nicht an!«, will ich flehen, doch ich verstumme, als ich den Ausdruck in seinem Gesicht sehe.

»Tu es«, wiederholt er, mit unnachgiebiger Strenge. »So lange du hier bist, gehört dein kleiner Arsch mir!«

Seine derben Worte machen mich so wütend, dass ich reflexartig die Hände zu Fäusten balle. Verdammtes Arschloch! Was bildet er sich bloß ein? Ich sollte ihm eine runter hauen, für seine Frechheit. Ihm vor der ganzen Klasse zeigen, dass er sich täuscht und dann erhobenen Hauptes aus dem Unterrichtsraum stolzieren. Die Sache hat nur einen Haken: Ich habe keine Ahnung wohin.

Sorokin grinst mich boshaft an, denn wir wissen beide, dass er Recht hat. Ich habe gegen das Gesetz unseres Landes verstoßen und jetzt stehe ich auf der schwarzen Liste des Geheimdienstes. Für das, was ich getan habe, würden sie mich in eines der übelsten russischen Straflager stecken. Und für das, was ich gesehen habe, würden sie dafür sorgen, dass ich dort drinnen verrecke. Ihr Angebot anzunehmen und selbst für den Geheimdienst zu arbeiten, ist der einzige Ausweg für mich. Aber dafür muss ich hierbleiben, und diese Schule bestehen. Ganz gleich wie hart oder demütigend sie auch sein mag.

»Mach schon.«

Sorokin gibt mir einen kleinen Klapps und ich spüre augenblicklich, wie mir die Hitze ins Gesicht steigt. Dass die Augen von neunzehn Klassenkameraden auf uns gerichtet sind, macht es keinen Deut besser. Noch immer hat keiner von ihnen gewagt, etwas zu sagen, aber dafür kann ich ihre Blicke umso deutlicher fühlen. Und die verbrennen mich fast, als ich meinen Stolz endgültig runterschlucke und den Rock soweit nach oben schlage, dass die gesamte Klasse mein rotes Höschen zu sehen bekommt.

Ein Rascheln ist zu hören, ein kleines Zischen, als jemand scharf die Luft einsaugt, und dann ein Pfeifen, das aus der hintersten Reihe kommt. Sorokin hebt sofort die Hand, um den Idioten zum Schweigen zu bringen.

»Du machst Fortschritte, Ivanka«, stellt er sachlich fest, »zumindest hältst du dich mittlerweile an die Kleiderordnung in unserem Haus.« Seine Finger streichen anerkennend über den roten Seidenstoff, der äußerst dürftig meinen nackten Hintern bedeckt, und er gibt sich dabei keinerlei Mühe, irgendwelche Grenzen zu wahren. Es durchfährt mich wie ein Stromstoß, als er meine nackte Haut neben dem Stoffsaum berührt. Ich weiß, dass es nur seine Fingerkuppen sind, vielleicht auch die Nägel, aber dennoch fühlt es sich an, als würde er ein scharfes Messer benutzen. Ich wage nicht, mich zu bewegen, während er geschäftig am äußeren Rand meines Höschens entlangfährt. Auf naive Art und Weise hoffe ich noch immer, dass er es dann dabei belässt. Selbst wenn ich schon ahne, dass da noch mehr auf mich zu kommt.

»Was ist das da?«

Ganz unvermittelt stoppt die Bewegung und ich fahre zusammen, als sich sein Finger plötzlich fest in mein Fleisch bohrt. Genau in jene Stelle, wo seit vorletzter Nacht ein fast handtellergroßer blauer Fleck meine linke Pobacke ziert.

»Du warst unvorsichtig«, schimpft er und bohrt gleich noch fester. »Hast du nicht mitbekommen, dass du auf deinen Körper achtgeben sollst?«

»Aber der Fleck ist doch von …« Ich breche ab, als mich seine Blicke durchbohren. »Es tut mir leid«, sage ich kleinlaut.

»Sollte es auch.« Er hebt die Hand und noch bevor ich reagieren kann, klatscht sie mit voller Wucht auf die Stelle. »Oder denkst du vielleicht, das hier ist ein schöner Anblick?«

»Nein, aber …«

Er haut ein zweites Mal zu, dann noch ein drittes und viertes Mal.

»Dreckiges Luder«, schimpft er, »verdorbenes Flittchen.« Und malträtiert meinen Hintern mit einer solchen Hingabe, dass der blaue Fleck bald mein geringstes Problem sein dürfte.

Ich beiße die Zähne zusammen, schicke ein Stoßgebet in den Himmel, dass er endlich genug hat. Aber erst, als ich mich fast an den Schmerz gewöhnt habe, lässt er von mir ab.

»Sieh an, sieh an.« Sorokin starrt erst mich an, dann mein Höschen und schließlich die anderen in der Klasse. »Könnt ihr das von dahinten erkennen?«

Er ist einen Schritt zur Seite getreten, um seinen Schülern bessere Sicht zu gewähren. Ich selbst wage allerdings nicht, irgendjemandem in die Augen zu schauen.

»Was? Niemand?« Er klingt belustigt und auch ein wenig enttäuscht. »Kommt schon! Was seht ihr?« Er greift nach Milla, die in der ersten Reihe sitzt, und zerrt sie zu uns nach vorne. »Komm näher, sieh sie dir an! Greif hin, wenn es sein muss!«

Aus dem Augenwinkel kann ich beobachten, wie meine Mitschülerin den Arm nach meinem Hinterteil ausstreckt. Doch das geht unserem Lehrer zu langsam. Er nimmt sie und führt ihre Bewegung. Legt ihre Hand auf meinen Po und schiebt sie so ruckartig zwischen meine Beine, dass ich erschrocken nach vorne rutsche.

»Spürst du es jetzt?«

Von Milla kommt kein Wort, aber ich nehme an, dass sie nickt, weil er sie loslässt.

»Setz dich«, sagt er und eine Sekunde lang glaube ich tatsächlich, ich dürfte ebenfalls die Bühne verlassen. Doch sobald ich mich aufrichten will, packt mich auch schon wieder seine Hand und drückt mich nieder. Und fast im selben Moment reißt er mir mit einer einzigen Bewegung das kleine Höschen vom Po. Ich kreische auf vor Schreck, fasse nach hinten, um mein Intimstes zu bedecken. Da fliegt der dünne rote Seidenstoff auch schon in hohem Bogen durch die Luft.

»Los, seht ihn euch an! Fühlt den Stoff! Riecht daran, wenn ihr wollt!« Sorokin grinst verschwörerisch in die Runde. »Und dann bestätigt mir, was ohnehin klar sein dürfte!«

Ich zucke zusammen, als er sich wieder mir zuwendet, und seine Hand dorthin gleiten lässt, wo mich eben noch Milla berührt hat. Bloß mit dem Unterschied, dass diesmal nicht einmal mehr das Höschen zwischen uns liegt.

»Du bist nass«, sagt er, so als ob das Ganze meine Schuld wäre. »Du bist so verdammt nass, dass es an deinen Schenkeln runter läuft bis zum Boden.«

Seine Worte sorgen dafür, dass sich mein Magen verkrampft. Ich sinke zusammen, drücke mich auf den Tisch und hoffe, dass sich der Boden auftut, um mich zu verschlingen.

»Schlampe«, höre ich jemanden sagen.

»Geiles kleines Luder«, kommentiert Sascha, der Rädelsführer der Klasse.

»Das was ihr hier beobachten könnt, ist eine Praxisvorführung unseres heutigen Lehrstoffs«, erklärt Michail Sorokin, wieder ganz der eifrige Lehrer. »Ich habe meine Schülerin genau beobachtet. Die Signale analysiert, die sie unbewusst ausgesendet hat. Und ich habe ihr ganz persönliches kleines Fetisch gefunden.«

Er klatscht mir auf den Hintern, um seinen Worten noch mehr Gewicht beizumessen. »Nicht wahr, Schlampe? Ist es nicht so, dass du drauf stehst, vorgeführt zu werden? Benutzt und erniedrigt vor der ganzen Klasse? Das ist es doch, was dich vor lauter Geilheit ausrinnen lässt!«

Nein … Mein Mund ist viel zu trocken, und statt einer Antwort kommt nur ein Röcheln hervor. Ich räuspere mich, hole mehrmals tief Luft. Beim dritten Anlauf schaffe ich es dann endlich. »Nein. Nein! Nein, das ist nicht wahr!«

»Nicht wahr?« Er grinst mich spöttisch an. »Und was Bitteschön, ist dann das hier?« Wie zum Beweis hebt er seine rechte Hand hoch, damit alle die verräterischen Tropfen sehen, die seine Finger benetzen. »Willst du mir schon wieder sagen, ich hab Unrecht? Dass es dich nicht geil macht, dich vor der ganzen Klasse zu bücken und deinen Arsch rauszustrecken?«

»Nein.«

»Und das hier? Macht dich das auch nicht geil?«

Er greift sich das lange Lineal von seinem Pult und eine halbe Sekunde später höre ich es durch die Luft schneiden. Dann landet es mit einem lauten Klatschen auf meinem Po.

»Das liebst du doch, Schlampe, nicht wahr?«

Johlen und Pfeifen sind aus der Klasse zu hören, während er mir mit dem alten Holzteil den Hintern versohlt. Es klatscht und brennt, und ich bin sicher, dass mein Hinterteil binnen weniger Sekunden genauso rot glüht, wie mein Gesicht.

»Na, wie ist das jetzt, Miststück? Macht dich das an?«

Er hat die Misshandlung kurz unterbrochen, um mir das Lineal zwischen die Beine zu drücken. Und er hat ein wahnsinniges Geschick, alle empfindsamen Stellen zu treffen. Ich beiße die Zähne zusammen, bemühe mich, mir nichts anmerken zu lassen. Aber selbstverständlich lässt es mich nicht vollkommen kalt, als er mit der hölzernen Spitze seines Schlaginstruments meine Perle massiert. Er ist gut in dem, was er tut. Er schlägt mich, traktiert mich, und streichelt in derselben Bewegung so gekonnt meinen Kitzler, dass ich überhaupt keine Chance habe, das falsche Spiel zu gewinnen. So sehr ich auch versuche, meinen Körper unter Kontrolle zu halten, so sehr erliege ich dem gemeinen Reiz. Die Hitze schafft mich, genau wie der unausweichliche Kreislauf aus Schlägen und Streicheleinheiten. Ob ich will oder nicht, meine Pussy beginnt unwillkürlich zu zucken, und die Nässe läuft mir tatsächlich in Rinnsalen an den Schenkeln hinunter.

»Sag es, Dreckstück. Sag, wie sehr es dich geil macht!«

Wieder presst er sein verfluchtes Holzlineal so hart gegen mein Geschlecht, dass ich schon denke, augenblicklich kommen zu müssen.

Meine Mitschüler grölen vor Begeisterung, als er mir vor ihren Augen mit dem Lineal über die Möse reibt. Und selbstverständlich hat er mich genau so hingestellt, dass sie alle gut sehen können, was zwischen meinen Beinen vor sich geht.

»Geben Sie es ihr«, höre ich Sascha rufen.

»Besorgen Sie es ihr mit dem Lineal!«

»Sag es«, wiederholt Sorokin und lässt seinen Folterstab gegen meine Schamlippen schnellen. »Gib zu, dass es dein kleines Fetisch ist, wie eine Suka behandelt zu werden, wie eine schmutzige Hündin!«

»Nein.«

Für den Bruchteil einer Sekunde treffen sich unsere Blicke, und ich hoffe, dass er alles daraus lesen kann, was ich fühle. Wut. Hass. Eine unkontrollierbare Geilheit, gegen die ich nicht ankomme. Aber auch Entschlossenheit, weil ich ihn sein perverses Dreckspiel mit Sicherheit nicht gewinnen lassen werde.

»Nein? Na dann pass mal gut auf!«

Noch bevor ich mich versehe, hebt er erneut das Lineal und dann folgt ein regelrechtes Gewitter an Schlägen. Er verhaut mir so heftig den Hintern, dass ich die nächsten Tage ganz bestimmt nicht mehr auf meinem Stuhl sitzen kann. Aber was noch schlimmer ist: Dazwischen drückt er mir immer wieder den Holzstab zwischen die Beine. Hart und fest. Und so geil, dass ich gar nicht anders kann, als zu hecheln.

»Gib auf«, sagt er und ich schüttle den Kopf, noch immer bemüht, ein lautes Stöhnen zu unterdrücken.

Er hält meinen Blick fest, und reibt mich weiter. Drückt mir das lustbeschmierte Folterwerkzeug noch ein Stück tiefer in die Möse. Wir wissen beide, wo uns diese Behandlung hinführen wird, aber ich will es nicht wahrhaben. Ich kann nicht, ich darf nicht …

»Aaah!« Ich kreische laut auf, als er das äußerste Ende des Lineals gegen meine Klitoris schnellen lässt. Einmal, zweimal, immer weiter. Es brennt, es tut weh. Aber es ist auch so unverschämt geil, dass sich das ganze Klassenzimmer um mich herum zu drehen beginnt.

»Ich. Darf. Nicht. Kommen!« Ich wiederhole mein Mantra, während die Bilder vor meinen Augen verschwimmen. Der Professor. Die Mitschüler. Dieser ganze gottverdammte Laden, der sich Schule nennt. Aber es ist längst zu spät. Mein Körper zittert bereits in Ekstase und meine Pussy zieht sich so krampfartig zusammen, dass mir selbst diese Worte entfallen.

Ein Zischen ist zu hören. Ein Schmatzen, als Sorokin ein letztes Mal kräftig zuschlägt, und meine Muschi das Holzlineal gierig verschlingt. Ich spüre ein Dröhnen in meinen Ohren und höre meinen eigenen Schrei durch den Raum hallen, als mich der Orgasmus mit sich fortreißt. Sekunden, wenn nicht sogar Minuten lang scheint sich meine Möse zu verkrampfen, genau wie der Rest meines Körpers. Und das beschissene Zimmer hört nicht auf sich zu drehen, so als ob es noch nie etwas mit den Gesetzen der Physik zu tun gehabt hätte.

»Na also. Geht doch.«

Sorokin nimmt meine Hand, und zerrt mich vom Lehrertisch runter. Scheißkerl, denke ich. Verfluchtes Arschloch! Am liebsten würde ich ihn wegstoßen, aber mir ist noch immer so schwindelig, dass ich keine Kraft habe, mich alleine auf den Beinen zu halten. Geschweige denn, ihm eine runter zu hauen.

»Vielen Dank für diese wunderbare Live-Demonstration, Ivanka.« Er hebt meinen Arm hoch, als hätte ich gerade die Olympischen Spiele gewonnen. »Ich hoffe es haben alle gut zugeschaut, damit sie etwas aus dieser Lektion mitnehmen können.«

Ich höre Gelächter, ein paar halb genuschelte Kommentare und jemanden, der vor Begeisterung auf den Tisch klopft. Aber ich wage es nicht, meinen Kopf zu heben, um meinen Kollegen in die Augen zu sehen. Wie gelähmt bleibe ich vorne am Lehrertisch stehen, die Augen starr auf den Boden gerichtet, und warte, bis endlich das Gefühl in meine Beine zurückkehrt. Dann stürme ich ohne ein weiteres Wort nach draußen.

Ich schüttle wieder den Kopf und muss gleichzeitig lachen. Das Phantom ist charmant. Sogar ziemlich lustig. Seine Anwesenheit hat etwas Beruhigendes, Angenehmes. Der Typ strahlt Geborgenheit aus. Dabei bin ich eigentlich nicht die Sorte Mädchen, die beschützt werden muss – dachte ich zumindest.