Die häufigsten Sexfantasien Frauen & Männer


Hart rangenommen…

Schlag mich, beiß mich, gib mir Tiernamen… Sex und Gewalt spielen in vielen Kopfkinos eine Rolle und das nicht erst seit Fifty Shades of Grey. Jeder dritte Erwachsene träumt davon, unterworfen zu werden, wobei die Fantasie bei Frauen ungleich häufiger vorkommt als bei Männern. Der zugrundeliegende Wunsch ist, sich fallen zu lassen, die Kontrolle abzugeben und frei von Gewissensbissen die eigene Sexualität ausleben zu dürfen. Um den Wunsch Realität werden zu lassen, sind Vertrauen, Offenheit und Respekt die wichtigsten Voraussetzungen. Denn auch wenn wir uns in Gedanken schon mal von einer ganzen Bikergang im Hinterhof vergewaltigen lassen, will wohl niemand so etwas am eigenen Körper erleben. Vom Liebsten mit einem Seidentuch gefesselt werden, den Hintern versohlt bekommen oder einfach mal ein bisschen härter rangenommen zu werden als gewöhnlich, kann aber auf jeden Fall eine ganz neue Facette der Lust zeigen und das Sexleben ungemein bereichern… Wichtig ist nur: Auch wenn wir im Bett gerne mal unterdrückt werden möchten - am nächsten Tag ist wieder Gleichberechtigung angesagt!


Einer für alle, alle mit einer

6 von 10 Männern tun es und immerhin jede vierte Frau: der Traum vom Gruppensex. Während bei Männern der Wunsch überwiegt, zwei oder mehr Gespielinnen gleichzeitig ins Bett zu bekommen, sind Frauen eher indifferent, was die Beteiligten angeht. Ein Dreier mit zwei Männern? Aufregend, weil frau im Mittelpunkt steht. Eine heiße Nummer mit einer zweiten Frau? Interessant, um auch die bisexuellen Neigungen ausloten zu können. Einen gemeinsamen Nenner haben die Fantasien aber dennoch: den Wunsch, von mehreren Partnern verwöhnt zu werden. Viele Hände, Lippen, Zungen… hat ja alles seinen Vorteil. Die größte Schwierigkeit bei der Umsetzung in die Praxis, ist die richtige Auswahl der Beteiligten. Denn während das erotische Intermezzo mit völlig Unbekannten nicht jedermanns - und noch weniger - jederfraus Sache ist, kann die Nummer mit dem eigenen Partner plus bester Freundin / bestem Freund schon mal zu Eifersüchteleien führen. Deshalb wichtig: Do’s und Don’ts absprechen, wie etwa ob Küsse auf den Mund erlaubt sind.


Der Reiz des Fremden

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem einsamen Abteil, während der Zug langsam vor sich hin tuckert, draußen ist es längst dunkel und der letzte Besuch vom Schaffner liegt bereits eine gute Stunde zurück. Dann geht die Tür auf und ein attraktiver Mann steht in der Tür, mit breiten Schultern und einem verführerischen Lächeln / oder für Männer: eine unbekannte Schönheit, mit langen Beinen, heißen Kurven, die sich deutlich unter der engen Kleidung abzeichnen und einem engelsgleichen Gesicht. Würden Sie sich verführen lassen? Im echten Leben vielleicht nicht, aber theoretisch haben Sie bestimmt ein paar schöne Szenen im Kopf, wie die Geschichte weitergehen könnte…

Statistisch gesehen träumt jeder Zweite von einer heißen Nummer mit einem oder einer Fremden. Der Reiz des Neuen spielt dabei eine Rolle, das Gefühl eines unverbindlichen Abenteuers. Interessant: Es geht nicht immer um ganz Unbekannte, auch Arbeitskollegen, Freunde / Freundinnen oder Verwandte des Partners spuken uns gerne durch den Kopf…


Watch it, Baby

Wir leben im Zeitalter der Selbstdarstellung, präsentieren uns beim Partymachen, beim Essen, beim Sonnenliegen. Warum also nicht auch beim Sex?

22% der befragten Männer und Frauen gibt es einen besonderen Kick zu wissen, dass sie beim Sex beobachtet werden. Ob das die Nachbarn sind, die durchs beleuchtete Schlafzimmerfenster schielen können, der unbekannte Jogger im Wald oder gleich eine ganze Horde Fremder im Swingerclub hängt davon ab, wie weit man bereit ist, zu gehen - und ob man damit Leben kann, den Leuten eventuell am nächsten Tag im Lift zu begegnen.

Auch beliebt: Sich beim Sex filmen bietet breite Möglichkeiten, das wilde, verruchte Ich für die Nachwelt festzuhalten. Ob der Film dann in der eigenen Nachttischschublade verschwindet oder ob man sich selbst als neues Youporn Sternchen versuchen möchte, sei jedem selbst überlassen.


Mächtig geil

Warum nicht selbst einmal die Zügel in die Hand nehmen? Bei Frauen ist zwar die Fantasie selbst unterworfen zu werden um einiges ausgeprägter, aber immerhin 7% könnten sich durchaus vorstellen, ihrem Partner mal den Hintern zu versohlen. Umgekehrt träumt sogar jeder fünfte Mann davon, seine Frau oder Freundin zu züchtigen.

Wer jetzt denkt, es ginge um versteckte Aggressionen irrt aber gewaltig, gesunder Sadismus hat rein gar nichts damit zu tun, jemandem schaden oder gar etwas heimzahlen zu wollen. Trotzdem kann es durchaus verlockend sein, selbst einmal die absolute Kontrolle zu übernehmen und anzusagen, was gemacht wird und was nicht. Seine eigenen Bedürfnisse ohne Rücksicht auszuleben und sich einfach zu nehmen, was man will. Manchmal ist Macht eben mächtig geil…


Mein Superstar

Schon gewusst?: Sie sind nicht alleine im Schlafzimmer! Will man einer Umfrage des deutschen Erotikportals Joyclub glauben, träumt jeder vierte davon, einmal mit einem bzw. einer Prominenten zu schlafen. Megan Fox, Angelina Jolie und Mila Kunis gehören zu den am häufigsten genannten Wunschpartnern, bei den Männern führen Jonny Depp, Hugh Jackman und Vin Diesel. Verwunderlich sind die erotischen Bilder aber nicht, die uns von Schauspielern, Supermodels oder Profisportlern durch den Kopf gehen, lächeln uns diese Leute doch ständig als makellose Schönheiten oder charismatische Charaktere aus Hochglanzmagazinen entgegen oder überzeugen auf der Leinwand mit gutem Aussehen, smarten Sprüchen und einer erotisch-prickelnden Ausstrahlung. Ob Herr Depp und Frau Fox die hohen Ansprüche auch im wirklichen Leben erfüllen? Die meisten von uns werden es nie erfahren. Aber vielleicht ist es auch besser so - schließlich lebt diese Fantasie ja von der Unerreichbarkeit unserer Ideale.


Überirdisch gut

Träumen Sie von Sex mit einem Vamipir? Einer heißblütigen Dämonin? Einem himmlischen Sexengel? Keine Sorge, Sie sind nicht allein! Vom Werwolf bis zum Tentakelsex gibt es wohl nichts, das sich nicht schon einmal jemand herbei fantasiert hätte und im Internet ist Monster Porn inzwischen eine eigene, lukrative Nische. Neu ist die Faszination dafür aber keineswegs - schon in der griechischen Mythologie nahm Zeus die Gestalt von Tieren an, um Frauen zu verführen.

Ein Rückschritt in der Emanzipation? Keineswegs. Die Vorstellung vom »Tier« im Manne überwältigt zu werden, kommt nicht von unterwürfigen Weibchen, die ihre Macho-Männer den lieben langen Tag bedienen, sondern von unabhängigen, starken Frauen. Denn gerade wer im Alltag den Ton angibt und Beziehungen auf Augenhöhe pflegt, sucht im Kopfkino schon mal den Ausgleich. Und der kommt dann eben in Form eines nimmersatten Sexdämons, der sich einfach nimmt was er am meisten begehrt: Sie!


Seitenwechsel

Sie sind hetero, das wissen Sie. Haben Sie trotzdem schon einmal in Gedanken ihre beste Freundin, einen sexy Filmstar oder einen Kumpel aus dem Sportclub verführt? Heiße Träume mit Hauptakteuren des eigenen Geschlechts sind keine Seltenheit, wie Umfragen zeigen. Tatsächlich steckt aber selten eine unterdrückte oder unentdeckte Homosexualität dahinter. Vielfach ist es einfach der Wunsch, neue Seiten an sich selbst zu entdecken und die Neugierde, was die Liebe abseits der bekannten Pfade noch so bereithalten mag. Frauen geht es beim Liebesspiel mit anderen Frauen um Zärtlichkeit, Hingabe und darum, möglichst viel über den eigenen Körper zu lernen. Bei Männern hat das Ganze mehr mit Dominanz und Macht zu tun. Der häufigste Wunschpartner für Gay-Fantasien ist laut einer britischen Umfrage übrigens David Beckham.


Von wegen wrong turn

Eng, enger, am engsten. Warum Männer gerne das Hintertürchen erobern würden, ist kein Geheimnis. Aber auch für Frauen hat Analerotik durchaus ihre positiven Seiten, sitzen doch im Hintern zahlreiche Nervenenden, die die allerhöchste Lust versprechen. Und nicht nur das, für viele ist der Posex zugleich Zeichen für die allerhöchste Hingabe und das größte Vertrauen. Warum Analsex dennoch in vielen Beziehungen nur Fantasie und kein fixer Bestandteil des Liebesaktes ist, ist leicht erklärt: Die Angst vor Schmerzen, unappetitlichen Flecken, Geschlechtskrankheiten und Schließmuskelproblemen ist noch immer in vielen Köpfen verankert. Fakt ist, wer auf Hygiene achtet, ausreichend Gleitgel und Kondome verwendet, der hat nichts zu befürchten. Dazu eine ruhige, entspannte Atmosphäre, viel Zeit, Geduld und gegenseitiges Vertrauen und einer angenehmen Überraschung steht nichts im Wege…


Heiße Spiele

Als Beate Uhse im Jahr 1962 in Flensburg das allererste Erotikgeschäft der Welt eröffnete (»Fachgeschäft für Ehehygiene«) war das noch eine Sensation. Heute gibt es in jeder Kleinstadt Sexshops und das Internet scheint vor erotischen Angeboten fast zu platzen. Dildos, Handschellen und Reizwäsche soweit das Auge reicht. Warum also nicht ein bisschen experimentieren? In Umfragen gibt jede(r) fünfte an, dass er oder sie beim Liebesakt gerne Spielzeug einsetzt oder einsetzen würde. Uniformen und heiße Wäsche laden zu sexy Rollenspielen ein, Accessoires aus der Fetischecke helfen uns die eigenen Grenzen auszuloten und dann gibt es noch Vibratoren, Dildos, Gurken und Co. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Was dahinter steckt? Hauptsächlich der Wunsch, (wieder) mehr Schwung ins Liebesleben zu bringen. Dabei ist das Verlangen nach Zubehör keineswegs ein Versuch, den Partner zu ersetzen, ganz im Gegenteil. Das gemeinsame Aussuchen, Ausprobieren und Genießen ist bestens geeignet, einander noch näher zu bringen.


Quellen:

Brett Kahr, Psychotherapeut und Broadcaster befragte 19.000 Briten über ihre sexuellen Fantasien. Forum Joyclub www.joyclub.de

Onlineumfrage der-anna-code.com unter 200 Frauen


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