Rebecca: gefesselt und ausgeliefert




Rebecca
gefesselt und ausgeliefert

Die Abendsonne wirft ein paar letzte Strahlen auf den mediterran angelegten Garten und lässt die Tropfen auf meiner nackten Haut verführerisch glänzen. Das Wasser sprudelt herrlich heiß und üppig aus den Düsen des Whirlpools und vermischt sich mit meiner eigenen Feuchte. Zehn vor sieben, bestätigt ein letzter Blick auf die Wanduhr. Ich schließe die Augen und lege meinen Kopf auf die bunte Mosaikwand, die den wellenförmigen Pool nach außen begrenzt. Wenn er pünktlich ist, wird er jeden Moment auftauchen. Mein Herz schlägt schneller bei dem Gedanken und ich fühle ein sanftes Kribbeln in meinem Unterleib. Was wird er heute mit mir anstellen? Wird er zärtlich sein? Mich solange reizen, bis ich um Sex bettle? Oder wird er mich einfach über den Tisch werfen und mich schnell und hart nehmen? Mir wird heiß vor lauter Vorfreude und wie von selbst wandert meine Hand tiefer, um sich genau auf diese pulsierende Stelle zwischen meinen Beinen zu legen. Auf die Stelle, an der ich gerne seine Berührung spüren würde.

„Hmm“, ein leises Seufzen entkommt mir.

Es kostet mich einiges an Beherrschung, meine Finger nicht weiter machen zu lassen. Über meine Perle zu streichen, meine Lippen zu teilen. Tief und fest in meine Lust einzutauchen. Doch ich zwinge mich stark zu sein, denn er wird jeden Moment hier sein. Es ist das erste Mal seit Los Angeles, dass ich mit Rick verabredet bin und das erste Mal überhaupt, dass ich ein ganzes Wochenende mit ihm alleine verbringen werde. Mein Dad ist nach New York geflogen, um eine Messe zu besuchen. Unser Gärtner und die Haushaltshilfe haben frei und ich bin heilfroh, dass ich ein Wochenende lang das Haus für mich allein habe. Für mich und für Rick.

»Hallo Rebecca!«

Seine tiefe, raue Stimme reißt mich aus meinen Tagträumen. Ich habe seinen Wagen gar nicht kommen hören und bin überrascht, als er plötzlich neben mir steht. Sein Blick wandert von meinem nassen Haar auf meine nackten Schultern. Dann auf die Brüste, die vom sanft blubbernden Wasser umspielt werden.

»Schön hast du’s hier.«

»Komm doch rein zu mir!« Ich werfe ihm meinen verführerischsten Augenaufschlag zu. »Es ist himmlisch!«

»Das sehe ich.«

Ricks Augen hängen an meinen harten Nippeln, die sich ihm neugierig aus dem Wasser entgegenstrecken. Langsam geht er in die Hocke und streckt seine Hand aus, um meine Brüste zu berühren. Seine Finger jagen einen herrlichen kleiner Schauer durch meinen Körper und sorgen dafür, dass sich mein Unterleib erwartungsvoll zusammenzieht.

»Komm rein«, bettle ich nochmals.

»Nein.« Er drückt fester zu, sodass ich überrascht nach Luft schnappe. »Heute habe ich andere Pläne mit dir.«

»So?«
Ich drehe meinen Kopf und sehe ihn fragend an, doch er lächelt nur geheimnisvoll. Dann streckt er die Hand aus, um mir über die geflieste Stiege nach draußen zu helfen.

»Soll ich mir etwas anziehen?«, frage ich, als er mir ein flauschiges Badetuch reicht.

»Nein, du bleibst genau wie du bist. Nackt.«

Kaum, dass ich mich abgetrocknet habe, packt er mich an der Hand und zerrt mich hinter sich her auf die Terrasse, dann weiter ins Haus.

»Wo ist dein Zimmer?«

Ich deute die Stiege nach oben und lasse mich von ihm in diese Richtung diktieren. Erst jetzt fällt mir auf, dass er eine große Tasche bei sich trägt.

»Was ist da drinnen?«, frage ich neugierig.
»Wirst du gleich sehen.«

Er drängt mich durch die Tür, dann schubst er mich mit einer raschen Bewegung aufs Bett.

»Bleib am Rücken liege«, weist er mich an, aber natürlich kann ich nicht ruhig bleiben, als ich höre, wie er in seiner Tasche kramt und richte interessiert meinen Kopf auf, um etwas zu sehen. In dem Moment, als ich erkenne, was er da mitgebracht hat, rutsche ich allerdings erschrocken zurück.

»Was… ist das?« Ich starre auf die Seile, Knebel und Stangen, die jetzt quer über meinen Teppich verstreut liegen. »Was hast du vor?«

Einen Moment lang ist es still im Zimmer, während Rick das letzte, fehlende Stück aus seiner Tasche zieht: eine Augenbinde. Mit dem schwarzen Stoff in der Hand baut er sich vor mir auf.

»Heute spielen wir ein besonderes Spiel. Heute wirst du dich mir komplett ausliefern. Du siehst nichts, du sprichst nicht, du kannst dich nicht bewegen und du wirst alles machen, was ich von dir verlange. Ist das klar?«

Mein Geschlecht krampft sich so ruckartig zusammen, als hätte ich versehentlich in eine 220-Volt Steckdose gegriffen.

»Ob das klar ist?«, wiederholt er etwas forscher und greift nach meinem Oberarm um mich zu ihm herumzudrehen.

»Ist es«, hauche ich während die Bilder in meinem Kopf langsam Form annehmen und mir eine sinnliche Vorahnung geben, was heute Nacht noch passieren könnte. »Fessle mich. Verbinde mir die Augen und nimm mich so wild und brutal wie du möchtest!«

Ich kann sehen, wie sich seine Mundwinkel langsam heben und wie seine Augen zu glänzen beginnen.

»Gibt es noch irgendetwas, das du sagen möchtest?«

Ich starre auf den Gummiball in seiner Hand, mit dem er mich offenbar knebeln möchte. Durch meinen Kopf tanzen dutzende Gedanken wie bunte Seifenblasen. Doch genauso schnell zerplatzen sie auch wieder. Mir will nichts, aber auch gar nichts einfallen, das ich ihm sagen könnte. Das Blut ist längst aus meinem Gehirn gewichen, um durch eine andere Stelle meines Körpers zu rauschen wie ein tosender Fluss.

»Also?« Er sieht mich fragend an.

Ich schüttle den Kopf. »Es gibt keine Tabus«, sage ich. »Du kannst mit mir machen was du willst. Kein Safeword. Keine Grenzen. Halt dich bloß nicht zurück.«

»Keine Sorge, Rebecca«, er haucht mir einen letzten kleinen Kuss auf den Mund, bevor er mir den Gummiball zwischen die Lippen schiebt und das zugehörige Band um meinen Kopf zieht, »das werde ich nicht.«